Termine und Orte
Modul 1: Berlin
Tag 1: Mi, 23.09.2026, Freie Universität Berlin
Tag 2: Do, 24.09.2026, Archäologisches Zentrum
Tag 3: Fr, 25.09.2026, Stiftung Stadtmuseum Berlin
Modul 2: Berlin, Berlinische Galerie
Tag 1: Do, 22.10.2026
Tag 2: Fr, 23.10.2026
Modul 3: Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Tag 1: Do, 03.12.2026,
Tag 2: Fr, 04.12.2026
Modul 4: Magdeburg, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Tag 1: Do, 14.01.2027
Tag 2: Fr, 15.01.2027
Aufbau und MethodikDas Programm ist modular aufgebaut. Jedes der 4 Module umfasst 2 oder 3 Seminartage. Die Module sollten als Gesamtpaket gebucht werden. Der Besuch einzelner Module ist möglich, sofern ausreichend Plätze vorhanden sind.
Die Module vermitteln kompakt und anschaulich Wissen zu:
- Zielen und Methoden der Provenienzforschung
- Recherchestrategien, Archivrecherche und der Nutzung von Online-Datenbanken
- Provenienzforschung zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut
- NS-Kunstpolitik und Entwicklung des Kunstmarkts in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts
- institutionsgeschichtlichen Aspekten der Provenienzforschung
- Entziehungskontexten in der SBZ/DDR
- rechtlichen Aspekten und "fairen und gerechten" Lösungen
- Fördermöglichkeiten für Forschungsprojekte
- der Präsentation von Provenienzforschung
- Provenienzforschung zu Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten
Durch die Leitidee des exemplarischen Lernens und die Verwendung vielfältiger Methoden (Einzel- und Gruppenarbeit, Vorträge, Übungen mit praktischem Ausprobieren, Diskussionen) wird der Lernprozess handlungs-, kompetenz- und erfahrungsorientiert gestaltet. Mit der Integration von E-Learning-Elementen können Lernbedarfe der Teilnehmer*innen individuell berücksichtigt werden.
Lernziel des Zertifikatslehrgangs
Die Absolvent*innen verfügen über systematische Kenntnisse der wichtigsten Ziele, Methoden und Quellen der Provenienzforschung zur Identifizierung unrechtmäßig, insbesondere NS-verfolgungsbedingt, entzogener Kulturgüter und analysieren Neuerwerbungen und Sammlungsobjekte unter Berücksichtigung kultur-/kunsthistorischer, institutionenhistorischer, juristischer und moralisch-ethischer Aspekte.
Sie erläutern anhand erster Rechercheergebnisse (Provenienzmerkmale), warum Objekte einer tiefergehenden Provenienzanalyse zu unterziehen sind. Dabei soll praxisnah dreistufig vorgegangen werden:
- Analyse exemplarischer Objekte verschiedener Gattungen (z. B. Malerei, Skulptur, Porzellan, Bücher)
- Prüfen der hausinternen Dokumentationslage (z. B. Inventarbücher, Ankauflisten, Protokolle)
- Heranziehung externer Dokumente (z. B. aus Archiven, Privatnachlässen, Entschädigungsakten und Datenbanken, z. B. Lost Art)
Auf dieser Grundlage werden selbstständig weitere Recherchen durchgeführt, die es erlauben (ggf. unter Hinzuziehung weiterer Expert*innen), eine qualifizierte Bewertung einzelner Objekte vorzunehmen und im Weiteren die Ergebnisse der Provenienzrecherche adäquat der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Teilnahmevoraussetzungen
Sie sollten über ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Kunstgeschichte, Geschichte, (Europäischer) Ethnologie, Museologie oder vergleichbare Qualifikationen verfügen. Außerdem besitzen Sie eine mindestens einjährige Berufserfahrung in der Museumsarbeit bzw. in den oben genannten Tätigkeitsfeldern, die in Ihrem einzureichenden Motivationsschreiben nachzuweisen ist. Es werden nur Bewerber*innen berücksichtigt, die das 67. Lebensjahr (Renteneintrittsalter) noch nicht vollendet haben, da es sich um ein berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm handelt.
Umfang der Fortbildung
Neben den Präsenzphasen ist ein Selbststudium mit vor- und nachbereitender Lektüre erforderlich.
Teilnahmebedingungen & Platzvergabe
Anmeldefrist ist der 07.08.2026. Entscheidend für die Einhaltung der Frist ist der Eingang der Anmeldung beim Weiterbildungszentrum. Bitte reichen Sie zusammen mit Ihrer Anmeldung ein Motivationsschreiben ein (1 DIN A4-Seite, max. 4.000 Zeichen; per E-Mail an: provenienz@weiterbildung.fu-berlin.de).
Mit Übersendung des Anmeldeformulars erkennen Sie die Teilnahmebedingungen (s. Programmbroschüre) an. Die Anmeldung zu der ausgewählten Veranstaltung ist zu den angegebenen Konditionen verbindlich. Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie per E-Mail eine Eingangsbestätigung. Die Auswahl der Teilnehmenden wird ca. 2 Wochen nach der Anmeldefrist bekannt gegeben. Vorher können wir Ihnen keine verbindliche Zusage geben.