Paradiesisch?
Darstellungen des Paradieses in der bildenden Kunst von Dürer bis Pipilotti Rist
26-P.GAKQS04
Die Darstellung des Paradieses in der bildenden Kunst spiegelt den Wandel religiöser, philosophischer und ästhetischer Vorstellungen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Bei Albrecht Dürer erscheint das Paradies als geordnete Schöpfung, Ausdruck göttlicher Harmonie und moralischer Ordnung. In der Moderne verliert das Paradies seine theologische Gewissheit, wird zum subjektiven, oft gebrochenen Sehnsuchtsort. Künstlerinnen wie Pipilotti Rist transformieren es in sinnliche Bilderräusche jenseits des Sündenfalls. So wird das Paradies zum Spiegel menschlicher Utopien, Ängste und Selbstbilder. Britta Bode und Kolja Kohlhoff treten in einen Dialog über paradiesische Kunstwerke.