Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Produktion und Verwertung kreativer Inhalte, sondern wirft auch grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Urheberrecht, Kunst, Innovation und gesellschaftlicher Macht auf. Kunst ist dabei zugleich persönlicher Ausdruck, gesellschaftliche Kommunikation und – in marktwirtschaftlichen Zusammenhängen – ein wirtschaftlich verwertbares Gut.
Der Vortrag nimmt diese Spannungsfelder zum Ausgangspunkt und fragt, wie sich Digitalisierung und KI auf die gesellschaftlichen Funktionen von Kunst und auf die Bedingungen kultureller Wahrnehmung auswirken. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Frage, inwiefern die zunehmende Zentralisierung digitaler Infrastrukturen und Verwertungsmöglichkeiten zu einer Konzentration von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Macht beitragen kann.
Aus rechtswissenschaftlicher Perspektive wird beleuchtet, welche Rolle das Urheberrecht in diesen Entwicklungen spielt und wie rechtliche Regelungen den Interessen von Kunstschaffenden, Gesellschaft und technologischer Innovation Rechnung tragen können. Der Vortrag stellt hierzu Ansätze aus der aktuellen rechtswissenschaftlichen Forschung vor und lädt dazu ein, bestehende Vorstellungen von Innovation und Fortschritt im Kontext von KI kritisch zu reflektieren.
Zielgruppe
Beschäftigte, die sich mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen und insbesondere das Zusammenspiel von KI, Urheberrecht, Kunst und Machtstrukturen besser verstehen möchten. Juristische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Methoden
Fachlicher Impuls, rechtswissenschaftliche Perspektiven, Dialog und Austausch
Hinweis