Die beiden Vorträge mit Dr. Beate Kortendieck-Rasche, Dr. Jörg Rasche und Thomas R. Hoffmann setzen sich zum Ziel, im interdisziplinären Blick Kunstwerke der abendländischen Malerei gemeinsam durch einen Kunsthistoriker und zwei Mitglieder der C. G. Jung Gesellschaft in Berlin zu untersuchen. Heilige Bäume spielen in vielen Kulturen eine entscheidende Rolle. Häufig sind sie geprägt von einer Fruchtbarkeitssymbolik und stehen im Zusammenhang mit Schöpfungsmythen und Genealogien. Liest man im Alten Testament, dann werden dort zwei Bäume genannt. Zum einen der Baum des Lebens, zum anderen der Baum der Erkenntnis. Der Baum des Lebens findet sich als weitverbreitetes Symbol in den Religionsgeschichten wie den antiken Mythen. Tief reichen seine Wurzeln in die Erde und seine Wipfel berühren bzw. tragen den Himmel, sodass der Lebensbaum die drei Ebenen – Unterwelt, Erde und Himmel – verbindet.